Das macht die kleinen Rosen so besonders
Bodendeckerrosen sind in der Lage, Flächen zu bedecken und ab einer Wuchshöhe von 40 Zentimetern sogar übermäßigen Wildkrautbewuchs zurückzudrängen. Doch das ist längst noch nicht alles. Denn nicht nur in Einzel- oder Gruppenpflanzungen im Gartenbeet machen diese Rosen eine gute Figur. Längst hat man sie auch für die Bepflanzung von Kübeln oder als Grabbepflanzung entdeckt.
Bodendeckerrosen sind kaum von typischen Rosen-Problemen betroffen. Die pflegeleichten Bodendeckerrosen erfreuen sich bester Gesundheit. Besonders die einfachblühenden Sorten sind nur selten von Pilzkrankheiten wie z. B. Mehltau oder Rosenrost betroffen.
Anstatt kräftezehrende Kämpfe gegen Krankheiten auszutragen, können sich die Pflanzen ganz auf ihren Blütenflor konzentrieren. Deshalb bezeichnet man sie mittlerweile auch zu Recht als die blühfreudigsten aller Rosen. Wenn sich ihre einfachen oder auch gefüllten Blüten in Weiß, Gelb- und Rosatönen oder dunklem Rot öffnen, zeigen die Dauerblüher erst so richtig, was in ihnen steckt. Zur Blütezeit entwickelt sich ein wahres Blütenmeer, das bei entsprechenden Sorten sogar manchmal mehrfarbig ist und das Beet für Monate schmückt.
Vielseitige Verwendung
- Flächendeckende Pflanzungen
- Einzel- und Gruppenpflanzungen
- Kübelkultur auf Terrasse und Balkon
- Grabbepflanzung
- Böschungsbegrünung
Gesundheit & Robustheit
- Kaum anfällig für Mehltau
- Resistent gegen Rosenrost
- Keine aufwendige Pflanzenschutzbehandlung nötig
- Besonders einfachblühende Sorten sehr robust
Blütenpracht
- Einfache oder gefüllte Blüten
- Farbpalette: Weiß, Gelb, Rosa, Rot
- Monatelanger Blütenflor
- Teilweise mehrfarbige Sorten
- Die blühfreudigsten aller Rosen
Beim Pflanzen gelten die gleichen Regeln wie für andere Rosen
Bodendeckerrosen brauchen für eine gesunde Entwicklung – wie alle anderen Rosen auch – die richtigen Boden- und Lichtverhältnisse. Sonnige, gut durchlüftete Standorte mit steinigen, sandigen oder lehmigen Böden, die nicht zu Staunässe neigen und genug Sauerstoff an die Pflanzenwurzeln lassen, sind optimal. Und auch das Pflanzen von Bodendeckerrosen unterscheidet sich nicht von dem anderer Rosen.
Optimale Standortbedingungen
- Licht: Sonnig bis halbschattig, gut durchlüftet
- Boden: Steinig, sandig oder lehmig
- Drainage: Keine Staunässe, gute Sauerstoffversorgung
- pH-Wert: Leicht sauer bis neutral (6,0–7,0)
Rosen pflanzen – so macht's der Profi
Was ist der richtige Standort für Rosen? Wie sollte der Boden sein? Und was solltest du sonst noch wissen, damit deinen neuen Rosen ein perfekter Start gelingt? Nähere Angaben hierzu findest du in unserem ausführlichen Ratgeberartikel.
Zum Ratgeber
„Beim Pflanzen von Bodendeckerrosen denk an ausreichend Abstand – die Pflanzen breiten sich mit der Zeit aus! Je nach Sorte solltest du 3 bis 5 Pflanzen pro Quadratmeter einplanen. So entsteht ein dichter Teppich, der Wildkraut keine Chance lässt.“
Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind nicht nötig
Wie schon gesagt, sind Bodendeckerrosen sehr pflegeleicht, sodass es keine speziellen Pflege-Tipps für sie gibt. Das zeigt sich unter anderem darin, dass man die Pflanzen ohne Schnitt wachsen lassen kann.
Zwar bilden sich bei ausbleibendem Sommerschnitt bei einigen Sorten Hagebutten, doch das ist absolut kein Nachteil. Gerade im Winter sind die Früchte eine wichtige Nahrungsquelle für viele Gartenbewohner. Außerdem bieten sie einen schönen Winteraspekt, der den Garten in der tristen Zeit lebendiger erscheinen lässt.
Die leuchtend roten Hagebutten sind nicht nur für Vögel wertvoll! Sie setzen auch dekorative Akzente im winterlichen Garten und sorgen für Farbe, wenn die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind.
Auch der jährliche Winterschnitt, den man von anderen Rosen kennt, entfällt bei Bodendeckerrosen. Schneide alle zwei bis drei Jahre – zur Zeit der Forsythienblüte – totes, krankes oder altes Holz aus den Pflanzen und lichte sie etwas aus. So behalten die Kleinstrauchrosen auch noch nach vielen Jahren ihren lockeren Wuchs. Zu hohe Pflanzen können sogar alle paar Jahre mit der Heckenschere zurückgeschnitten werden!
Schnittregeln kompakt
- Kein regelmäßiger Schnitt erforderlich
- Auslichtungsschnitt alle 2–3 Jahre
- Zeitpunkt: Forsythienblüte (März/April)
- Totes und krankes Holz entfernen
- Bei Bedarf: Rückschnitt mit Heckenschere
Pflegetipps
- Mulchen hält Feuchtigkeit im Boden
- Düngung im Frühjahr mit Rosenvolldünger
- Bei Trockenheit durchdringend gießen
- Verblühtes kann, muss aber nicht entfernt werden