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Blumenzwiebeln & Pflanzung

Blumenzwiebeln setzen – das Kleine 1×1

Blumenzwiebeln setzen im Herbst – bunte Tulpen und Narzissen

Mit dem richtigen Handgriff zur üppigen Frühjahrsblüte – Blumenzwiebeln richtig setzen

Damit das Blumenzwiebeln setzen nicht in einer Enttäuschung endet, müssen du sowohl die Pflanzzeit als auch die richtige Pflanztiefe beachten. Doch keine Sorge – es ist längst nicht so kompliziert, wie es den Anschein hat. Mit unserem Ratgeber hast du das nötige Wissen rund ums Blumenzwiebeln pflanzen schnell verinnerlicht. So steht einem bunten Frühjahr nichts mehr im Wege.
Inhalt
  1. Die richtige Pflanzzeit für Blumenzwiebeln
  2. Das Geheimnis: die richtige Pflanztiefe
  3. So wird Schritt für Schritt gepflanzt
  4. Drainage – der häufigste Fehler vermieden
  5. Pflanzungen mit natürlichem Wildcharakter

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Frühjahrsblüher wie Tulpen und Krokusse im Herbst pflanzen (September bis November)
  • Frostempfindliche Zwiebeln wie Dahlien erst im Frühjahr setzen
  • Pflanztiefe: 2–3× die Zwiebelgröße als Faustregel
  • Zwiebeln immer mit der Triebspitze nach oben einsetzen
  • Bei schweren oder staunassen Böden: Drainage aus Sand oder Kies nicht vergessen
  • Erst nach der Blüte düngen – die Zwiebeln bringen alle Nährstoffe für die erste Blüte selbst mit

Die richtige Pflanzzeit für Blumenzwiebeln

Wann du deine Blumenzwiebeln setzt, hängt in erster Linie davon ab, wann sie blühen sollen – und ob sie frostempfindlich sind. Die gute Nachricht: Mit zwei klar definierten Pflanzzeiträumen lässt sich der gesamte Garten von frühen Schneeglöckchen bis zu prächtigen Herbstzeitlosen bestücken.

Herbstpflanzung (September bis November)

Die klassische Pflanzzeit für alle Frühjahrsblüher ist der Herbst. Die Zwiebeln brauchen eine Kälteperiode, um im Frühjahr kräftig austreiben zu können. Solange der Boden nicht gefroren ist, kannst du problemlos pflanzen.

Herbstpflanzung
Für alle klassischen Frühjahrsblüher, die eine Kältephase im Boden benötigen.
Pflanzzeit: September – November
Krokusse Alpenveilchen Kaiserkronen Madonnenlilien
Frühjahrs- & Sommerpflanzung
Für alle frostempfindlichen Zwiebeln und Knollen, die keinen Frost vertragen.
Pflanzzeit: März – Juni
Dahlien Canna Herbstzeitlose Echter Safran
Der Grüne Tipp®
Gärtner Harry Tipp

„Schwertlilien besser spät im Jahr pflanzen! Die fleischigen Rhizome der großen Schwertlilien pflanzt man relativ spät im Herbst, damit sie nicht noch vor dem Winter kräftig austreiben. Die Rhizome müssen so flach gesetzt werden, dass der Blattansatz nicht von Erde bedeckt ist.“

Das Geheimnis: die richtige Pflanztiefe

In der Regel pflanzt man Blumenzwiebeln zwei- bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch bzw. dick ist. Je nach Bodenart kann es aber nötig sein, von dieser Faustregel abzuweichen – denn nicht jeder Boden ist gleich.

Pflanztiefe nach Bodenart

  • Schwere Lehm- oder Tonböden: Nicht zu tief pflanzen – die Pflanzen müssen ihren Weg durch die schwere Krume nach oben ans Licht finden können
  • Leichte, sandige Böden: Etwas tiefer als normal setzen – so finden die Pflanzen später einen besseren Halt im Boden
  • Ausnahme Madonnenlilie: Darf auf keinen Fall zu tief gesetzt werden, da sie sonst verkümmert
Die 2-3× Regel im Detail

Eine Tulpenzwiebel mit 5 cm Höhe wird also in 10–15 cm Tiefe gesetzt. Ein kleines Schneeglöckchen mit 2 cm Zwiebelhöhe dagegen kommt mit 4–6 cm Tiefe aus. Diese einfache Formel funktioniert für fast alle Arten – merke dir: lieber etwas tiefer als zu flach, damit die Zwiebeln im Winter nicht ausfrieren.

So wird Schritt für Schritt gepflanzt

Blumenzwiebeln setzen ist einfacher als viele denken – wenn man die richtige Reihenfolge kennt. Mit dem passenden Werkzeug geht die Arbeit außerdem deutlich schneller von der Hand.

So geht's Schritt für Schritt
1
Ausreichend tiefes Loch graben. Ein Zwiebelpflanzer aus Metall ist vor allem bei größeren Zwiebeln und Knollen ein praktischer Helfer – aber auch mit der Pflanzkelle oder dem Pflanzholz geht es gut.
2
Lockere Erde auf den Boden des Pflanzlochs bröseln. So sitzen die Wurzelansätze nicht auf einem Hohlraum auf und haben direkt Bodenkontakt.
3
Bei schweren oder staunassen Böden: Drainageschicht aus Feinkies und Sand auf den Lochboden geben, bevor die Zwiebel gesetzt wird.
4
Zwiebel mit der Triebspitze nach oben in das Pflanzloch legen. Die meisten Zwiebeln haben eine deutlich erkennbare Spitze (Triebansatz oben) und eine Basis (Wurzeln unten).
5
Ausgehobene Erde wieder einfüllen und leicht andrücken. Sofort gründlich angießen, damit Zwiebel und Boden einen guten Bodenschluss bekommen.
Düngen: erst nach der Blüte!

Zusätzlichen Dünger benötigen Zwiebel- und Knollenpflanzen zum Austreiben zunächst nicht – in den verdickten Speicherorganen sind alle bis zur Bildung der Blüten nötigen Nährstoffe enthalten. Ausnahmen bilden stark wachsende Arten wie Dahlien, Blumenrohr und Lilien. Erst nach der Blüte sollte gedüngt werden, um einen guten Knospenansatz und eine üppige Blüte im Folgejahr zu sichern.

Drainage – der häufigste Fehler vermieden

Einer der Hauptgründe dafür, dass Blumenzwiebeln nicht austreiben, ist Staunässe im Boden. Durch die ständige Feuchtigkeit faulen die Zwiebeln oder Knollen und sterben ab, bevor sie überhaupt die Chance hatten zu blühen. Dabei ist die Lösung denkbar einfach.

So funktioniert die Drainage im Pflanzloch

Gib eine 3–5 cm dicke Schicht aus Feinkies oder grobem Sand auf den Boden des Pflanzlochs, bevor du die Zwiebel einsetzt. Das Wasser kann so nach unten ablaufen, ohne sich um die Zwiebel zu stauen. Diese einfache Maßnahme kann den Unterschied zwischen einer prächtigen Blüte und Totalausfall bedeuten – besonders in schweren Tonböden oder an Stellen, die nach starkem Regen länger feucht bleiben.

Bei Gruppenpflanzungen – etwa bei Krokussen, Blausternchen und Puschkinien, aber auch bei Tulpen und Narzissen – kannst du ein großes Pflanzloch in der benötigten Tiefe ausheben und dort in entsprechenden Abständen alle Zwiebeln auf einmal verteilen. Das spart Zeit und sorgt für eine natürliche, lockere Anordnung.

Alle Blumenzwiebeln im Shop

Pflanzungen mit natürlichem Wildcharakter

Wer will, dass seine Pflanzung nach dem Blumenzwiebeln setzen einen möglichst natürlichen Eindruck macht – etwa wenn Krokusse oder Schneeglöckchen in eine Rasenfläche integriert werden – der wendet einen alten Gärtnertrick an: einfach eine Handvoll Zwiebelchen in Kniehöhe auswerfen und genau dort pflanzen, wo sie niedergefallen sind.

So vermeidest du eine zu regelmäßige, künstlich wirkende Anordnung und erzielst eine gewisse Zufälligkeit, die der Natur täuschend ähnlich sieht. Gerade unter alten Obstbäumen oder an Wegrändern entfalten solche naturhaft gestalteten Blumenzwiebel-Teppiche eine ganz besondere Magie.

Zwiebelblumen in den Rasen pflanzen
1
Mit einem Rasenkantenstecher oder Spaten Grassoden aus dem Rasen ausstechen – nicht zu groß, damit sie beim Abheben nicht auseinanderfallen.
2
Die Soden mit der oberen Bodenschicht vorsichtig abheben und beiseitelegen.
3
Zwiebeln in 5–8 cm Tiefe in ausreichenden Abständen verteilen – Triebspitze nach oben.
4
Die Rasensode vorsichtig wieder einsetzen, gut andrücken und sofort gründlich angießen.

Ideal für Rasenpflanzungen

  • Schneeglöckchen
  • Krokusse
  • Blausternchen (Scilla)
  • Puschkinien
  • Wildtulpen

Tipps für den Wildgarten

  • Zufällig auswerfen statt in Reihen pflanzen
  • Verschiedene Arten mischen für lange Blütezeit
  • Laub nach der Blüte stehen lassen – Zwiebeln brauchen es zum Einziehen der Nährstoffe
  • Rasen erst mähen, wenn das Laub vollständig eingezogen ist

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