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Stauden & Pflege

Blütenträume ohne Ende – mit diesem Trick klappt's!

Farbenprächtige Staudenblüte im Sommergarten

Mit dem richtigen Schnitt blühen Stauden länger und üppiger

Jahr für Jahr warten wir sehnsüchtig auf die Blüten unserer Gartenstauden. Wir hegen und pflegen die Pflanzen und fiebern dem Moment entgegen, in dem sich endlich die ersten Blütenblätter entfalten. Wäre es da nicht toll, wenn sich die farbenfrohe Pracht etwas länger erhalten lassen würde? Da haben wir gute Nachrichten für dich! Denn viele Stauden haben die Fähigkeit, ein zweites Mal zu blühen oder immer wieder neue Blütenknospen anzulegen. Alles was du dafür tun musst, ist beherzt zur Schere zu greifen.
Inhalt
  1. Der Remontierschnitt – Blühen in zweiter Auflage
  2. Remontierende Stauden im Überblick
  3. Kontinuierliches Ausschneiden verlängert die Blütezeit
  4. Stauden für kontinuierlichen Schnitt
  5. Fazit: Ein kleiner Schnitt mit großer Wirkung

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Remontierende Stauden blühen nach dem Rückschnitt ein zweites Mal
  • Rückschnitt eine Handbreit über dem Boden kurz vor Blütenende
  • Kontinuierliches Ausschneiden verblühter Blüten verlängert die Blütezeit
  • Nach dem Schnitt Düngergabe für kräftigen Neuaustrieb
  • Nicht alle Stauden vertragen Remontierschnitt – Artenliste beachten!

Der Remontierschnitt – Blühen in zweiter Auflage

Einige Stauden haben ein besonderes Talent – sie „remontieren". Schneidest du diese Pflanzen kurz vor dem Ende ihrer Blütezeit bis ca. eine Handbreit über dem Boden zurück und versorgst sie dann mit etwas Dünger, treiben sie schon nach kurzer Zeit wieder kompakt aus. Und nach einigen Wochen öffnen sie sogar ein weiteres Mal ihre Blüten für dich. Auch wenn die Nachblüte nicht mehr ganz so üppig ausfällt wie beim ersten Mal, ist sie trotzdem eine Bereicherung für den Garten.

Wenn es sich bei der remontierenden Staude noch dazu um eine Pflanze handelt, die Bienen und anderen Insekten notwendige Nahrung liefert, hat der Remontierschnitt auch noch eine wichtige ökologische Bedeutung. Das Bienenbuffet in deinem Garten verlängert seine Öffnungszeiten. So können sich Biene, Schmetterling & Co. auch im Spätsommer noch an den kostbaren Pollen- und Nektarspendern stärken.

Zusätzlicher Nutzen: Krankheitsbekämpfung

Außerdem befreist du deine Stauden mit dem Schnitt nebenbei auch noch von eventuellen Krankheitserregern. Braune Blattflecken oder Läuse, die ganze Triebe schwarz färben, wandern mit dem Schnittgut in den Hausmüll und sind beim zweiten Austrieb oft kein Thema mehr.

Achtung: Nicht jede Staude remontiert!

Nicht jede Pflanze besitzt die Fähigkeit zum Remontieren! Vergewissere dich daher vor einem Rückschnitt, ob es sich bei deinen Pflanzen auch wirklich um remontierende Arten handelt.

Remontierende Stauden im Garten

Doch bevor du jetzt mit der Gartenschere in der Hand in deinen Garten stürmst, solltest du wissen, welche deiner Gartenpflanzen überhaupt das Talent zum Remontieren haben. Denn längst nicht alle Stauden vertragen diese Art des Rückschnitts. Wir haben für dich die bekanntesten remontierenden Stauden aufgelistet:

Frauenmantel
Alchemilla mollis
Frauenmantel
Schafgarbe
Achillea millefolium, A. filipendulina, A. ptarmica
Schafgarben
Kaukasus-vergissmeinnicht
Brunnera macrophylla
Brunnera
Bergflockenblume
Centaurea montana
Flockenblumen
Glockenblume
Campanula persicifolia, C. carpatica
Glockenblumen
Rittersporn
Delphinium-Hybriden
Rittersporn
Ehrenpreis
Veronica
Ehrenpreis
Kugeldistel
Echinops ritro
Kugeldisteln
Feinstrahlaster
Erigeron
Feinstrahlastern
Storchschnabel
Geranium endressii, G. pratense, G. nobosum, G. gracile, G. x magnificum
Storchschnabel
Schleierkraut
Gypsophylla repens
Schleierkraut
Katzenminze
Nepeta x faassenii
Katzenminzen
Salbei
Salvia nemorosa, S. pratensis
Salbei
Dreimasterblume
Tradescantia x andersoniana
Dreimasterblumen
Der Grüne Tipp®
Gärtner Harry Tipp

„Nach dem Remontierschnitt gönne ich meinen Stauden immer eine kleine Portion organischen Dünger. Das gibt ihnen die Kraft, die sie für den zweiten Austrieb und die Nachblüte brauchen. Vergiss auch das Gießen nicht – frisch geschnittene Pflanzen sind durstig!“

Verblühtes regelmäßig ausschneiden und den Blütenflor so über Monate erhalten

Es gibt aber auch viele Stauden, die uns mit ihrer natürlichen langen Blütezeit überzeugen. Damit die Pflanzen auch immer wieder neue Blüten öffnen können, müssen abgeblühte Blütenstände allerdings weichen. Lässt du die welken Blütenstände nämlich einfach an der Pflanze, entwickeln sich bei den meisten Stauden aus den ehemaligen Blüten Samen. Diese Umwandlung kostet die Pflanzen viel Kraft. Ihre Energie sollen sie stattdessen lieber in die Bildung neuer Blüten stecken, damit der wunderschöne Blütenflor möglichst lange anhält.

Durch das regelmäßige Schneiden der alten Blüten verhinderst du zuverlässig die Bildung von Samen und dadurch auch die unkontrollierte Selbstaussaat von ausbreitungsfreudigen Pflanzen. Das Beet würde andernfalls schnell überladen und unstrukturiert wirken.

Stauden, deren abgeblühte Blüten kontinuierlich geschnitten werden sollten

Stauden für den kontinuierlichen Schnitt

  • Schafgarbe (Achillea millefolium) – zusätzlich Remontierschnitt nach der Blüte
  • Rote Spornblume (Centranthus ruber)
  • Großblumiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora)
  • Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Kokardenblume (Gaillardia Hybriden)
  • Sonnenbraut (Helenium Hybriden) – Verlängerung bis zu 2 Monate!
  • Garten-Sonnenauge (Heliopsis helianthoides)
  • Taglilie (Hemerocallis)
  • Wiesen-Schwertlilie (Iris sibirica)
  • Garten-Margerite (Leucanthemum maximum)
  • Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus) – zusätzlich Remontierschnitt nach der Blüte
  • Phlox (Phlox paniculata)
Shop-Links zu den Pflanzen
Entdecke unsere Auswahl an langblühenden Stauden:
Schafgarben Sonnenhut Mädchenaugen
Weitere Dauerblüher
Diese Stauden belohnen deine Pflege:
Taglilien Phlox Lupinen

Fazit: Ein kleiner Schnitt mit großer Wirkung

Damit Stauden im Laufe des Gartenjahres nichts von ihrer Schönheit einbüßen müssen, solltest du öfter zur Gartenschere greifen. Remontierende Stauden bedanken sich bei dir für den Rückschnitt mit einer zweiten Blüte im Spätsommer und einem frischen, kompakten Neuaustrieb.

Bei den meisten anderen Stauden verlängerst du durch das Ausschneiden der verblühten Pflanzenteile die Blütezeit um einige Wochen. Spitzenreiter ist hier die Sonnenbraut (Helenium), deren Blütenflor sich durch den kontinuierlichen Rückschnitt sogar um bis zu 2 Monate verlängern lässt. Diese Mehrarbeit im Staudenbeet lohnt sich auf jeden Fall!

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