Die richtige Pflanzzeit für Blumenzwiebeln
Wann du deine Blumenzwiebeln setzt, hängt in erster Linie davon ab, wann sie blühen sollen – und ob sie frostempfindlich sind. Die gute Nachricht: Mit zwei klar definierten Pflanzzeiträumen lässt sich der gesamte Garten von frühen Schneeglöckchen bis zu prächtigen Herbstzeitlosen bestücken.
Herbstpflanzung (September bis November)
Die klassische Pflanzzeit für alle Frühjahrsblüher ist der Herbst. Die Zwiebeln brauchen eine Kälteperiode, um im Frühjahr kräftig austreiben zu können. Solange der Boden nicht gefroren ist, kannst du problemlos pflanzen.
„Schwertlilien besser spät im Jahr pflanzen! Die fleischigen Rhizome der großen Schwertlilien pflanzt man relativ spät im Herbst, damit sie nicht noch vor dem Winter kräftig austreiben. Die Rhizome müssen so flach gesetzt werden, dass der Blattansatz nicht von Erde bedeckt ist.“
Das Geheimnis: die richtige Pflanztiefe
In der Regel pflanzt man Blumenzwiebeln zwei- bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch bzw. dick ist. Je nach Bodenart kann es aber nötig sein, von dieser Faustregel abzuweichen – denn nicht jeder Boden ist gleich.
Pflanztiefe nach Bodenart
- Schwere Lehm- oder Tonböden: Nicht zu tief pflanzen – die Pflanzen müssen ihren Weg durch die schwere Krume nach oben ans Licht finden können
- Leichte, sandige Böden: Etwas tiefer als normal setzen – so finden die Pflanzen später einen besseren Halt im Boden
- Ausnahme Madonnenlilie: Darf auf keinen Fall zu tief gesetzt werden, da sie sonst verkümmert
Eine Tulpenzwiebel mit 5 cm Höhe wird also in 10–15 cm Tiefe gesetzt. Ein kleines Schneeglöckchen mit 2 cm Zwiebelhöhe dagegen kommt mit 4–6 cm Tiefe aus. Diese einfache Formel funktioniert für fast alle Arten – merke dir: lieber etwas tiefer als zu flach, damit die Zwiebeln im Winter nicht ausfrieren.
So wird Schritt für Schritt gepflanzt
Blumenzwiebeln setzen ist einfacher als viele denken – wenn man die richtige Reihenfolge kennt. Mit dem passenden Werkzeug geht die Arbeit außerdem deutlich schneller von der Hand.
Zusätzlichen Dünger benötigen Zwiebel- und Knollenpflanzen zum Austreiben zunächst nicht – in den verdickten Speicherorganen sind alle bis zur Bildung der Blüten nötigen Nährstoffe enthalten. Ausnahmen bilden stark wachsende Arten wie Dahlien, Blumenrohr und Lilien. Erst nach der Blüte sollte gedüngt werden, um einen guten Knospenansatz und eine üppige Blüte im Folgejahr zu sichern.
Drainage – der häufigste Fehler vermieden
Einer der Hauptgründe dafür, dass Blumenzwiebeln nicht austreiben, ist Staunässe im Boden. Durch die ständige Feuchtigkeit faulen die Zwiebeln oder Knollen und sterben ab, bevor sie überhaupt die Chance hatten zu blühen. Dabei ist die Lösung denkbar einfach.
Gib eine 3–5 cm dicke Schicht aus Feinkies oder grobem Sand auf den Boden des Pflanzlochs, bevor du die Zwiebel einsetzt. Das Wasser kann so nach unten ablaufen, ohne sich um die Zwiebel zu stauen. Diese einfache Maßnahme kann den Unterschied zwischen einer prächtigen Blüte und Totalausfall bedeuten – besonders in schweren Tonböden oder an Stellen, die nach starkem Regen länger feucht bleiben.
Bei Gruppenpflanzungen – etwa bei Krokussen, Blausternchen und Puschkinien, aber auch bei Tulpen und Narzissen – kannst du ein großes Pflanzloch in der benötigten Tiefe ausheben und dort in entsprechenden Abständen alle Zwiebeln auf einmal verteilen. Das spart Zeit und sorgt für eine natürliche, lockere Anordnung.
Alle Blumenzwiebeln im ShopPflanzungen mit natürlichem Wildcharakter
Wer will, dass seine Pflanzung nach dem Blumenzwiebeln setzen einen möglichst natürlichen Eindruck macht – etwa wenn Krokusse oder Schneeglöckchen in eine Rasenfläche integriert werden – der wendet einen alten Gärtnertrick an: einfach eine Handvoll Zwiebelchen in Kniehöhe auswerfen und genau dort pflanzen, wo sie niedergefallen sind.
So vermeidest du eine zu regelmäßige, künstlich wirkende Anordnung und erzielst eine gewisse Zufälligkeit, die der Natur täuschend ähnlich sieht. Gerade unter alten Obstbäumen oder an Wegrändern entfalten solche naturhaft gestalteten Blumenzwiebel-Teppiche eine ganz besondere Magie.
Ideal für Rasenpflanzungen
- Schneeglöckchen
- Krokusse
- Blausternchen (Scilla)
- Puschkinien
- Wildtulpen
Tipps für den Wildgarten
- Zufällig auswerfen statt in Reihen pflanzen
- Verschiedene Arten mischen für lange Blütezeit
- Laub nach der Blüte stehen lassen – Zwiebeln brauchen es zum Einziehen der Nährstoffe
- Rasen erst mähen, wenn das Laub vollständig eingezogen ist