Wann ist die beste Zeit zum Bambus schneiden?
Ein jährlicher fachgerechter Schnitt fördert das Wachstum der Pflanzen. Die Monate Februar und März sind ideal, um höhere Bambus-Arten zu schneiden, da die Pflanzen kurz darauf von unten heraus wieder austreiben.
Bodendeckende Arten werden – wenn nötig – erst Mitte März geschnitten, um einen schönen Neuaustrieb zu fördern.
Schnittzeiten auf einen Blick
- Höhere Bambus-Arten: Februar – März
- Bodendeckende Arten: Mitte März
- Allgemeiner Auslichtungsschnitt: jährlich, bevorzugt im Frühjahr
Wie sollte man Bambus schneiden?
Vor allem alte, dünne und schwache Halme sollten im Frühjahr an der Basis – d.h. aus dem Wurzelstock kommend – gekappt werden. So vermeidest du ein Vergreisen und machst die Pflanzen wieder durchlässig für Luft und Licht. Am besten sehen die Riesengräser aus, wenn ein-, zwei- und dreijährige Halme überwiegen.
Lichte die Riesengräser daher regelmäßig von innen heraus aus: Dazu schneidest du die 4–5-jährigen Halme kurz über dem Boden zurück.
Übrigens reichen ca. 10 bis 15 schöne Halme auf einem Quadratmeter vollkommen aus. Schneidet man zu wenig zurück, entstehen häufig unschöne, verworrene „Wälder", die an Charakter einbüßen.
„Fargesia-Bambus behält auch nach einem Höhenrückschnitt seine schöne Form. Wer das buschige Auswachsen nach einem Schnitt vermeiden möchte, greift daher auf Fargesia zurück – diese Arten vertragen auch einen starken Höhenrückschnitt problemlos und eignen sich besonders gut für Bambushecken!“
Jeder Bambus kann in der Höhe geschnitten werden. Allerdings leidet darunter häufig die natürliche Wuchsform – er wird sehr viel buschiger. Wer das vermeiden möchte, greift auf Fargesia-Bambusse zurück.
Wann und wie düngt man Bambus richtig?
Als schnellwüchsige Pflanze hat Bambus verständlicherweise einen hohen Nährstoffbedarf, dem man nur mit gezielten Düngergaben gerecht wird. Dünge mindestens zweimal pro Jahr, damit es nicht zu Nährstoffmangel kommt.
Beste Zeitpunkte
- Zu Austriebsbeginn im Frühjahr
- Noch einmal im Spätsommer für gute Wintervorbereitung
Geeignete Dünger
- Stickstoffbetonte, organisch-mineralische Dünger
- Ein Anteil an Silizium ist von Vorteil
- Falllaub am Fuß der Pflanzen belassen – gibt wichtige Nährstoffe zurück!
Das Falllaub des Riesengrases sollte immer am Fuß der Pflanzen verbleiben. Bei der Zersetzung gibt es wichtige Nährstoffe für die Pflanzen frei – das spart Dünger und unterstützt gleichzeitig das Bodenleben.
Bambus im Garten überwintern
Auch wenn die meisten in Deutschland angebotenen Bambus-Pflanzen recht frosthart sind, solltest du sie gerade in den ersten Standjahren vor der Wintersonne und kalten Winden schützen. Am besten geht das, indem du den Wurzelbereich mit einer schützenden Laubschicht abdeckst und die Halme locker zusammenbindest.
Wenn Bambus nach dem Winter traurig aussieht, hat das in den meisten Fällen nichts mit der Kälte zu tun – es liegt am Wassermangel! Als immergrüne Pflanze benötigt der Bambus auch im Winter regelmäßig Wasser, sogar an Frosttagen. Trockenschäden werden häufig fälschlicherweise für Frostschäden gehalten.
Bambus winterfest machen – Schritt für Schritt
Am wohlsten fühlt sich Bambus im Winter an Orten, an denen er vor austrocknendem Ostwind geschützt und gleichzeitig ein wenig beschattet wird. Ist die Pflanze dagegen oft der Wintersonne ausgesetzt, ist das Umwickeln mit Vlies oder Schattiergewebe ratsam.
Bambus im Kübel überwintern
Riesengräser, die in Kübeln wachsen, sollten im Winter auf die gleiche Art wie andere Kübelpflanzen behandelt werden. Vor allem der Topfballen muss vor dem Durchfrieren geschützt werden.
Kübel schützen
- Kübel mit Winterschutzvlies, Jutestoff oder Luftpolsterfolie umwickeln
- Nah an die Hauswand rücken – die Wand gibt ausreichend Wärme ab
- Auch im Winter regelmäßig gießen – Vertrocknen ist das größte Risiko!
Nach dem Winter
- Traurig aussehende Pflanzen sind kein Grund zur Sorge
- Pflanzen treiben im Frühjahr in der Regel problemlos wieder aus
- Auch nach echten Frostschäden erholen sich die Pflanzen meist vollständig